Das Haushaltsbuch

Mit dem Finanzesel heute auf eine Reise in Omas alte Küchenlade – oder doch vielleicht das ultimative Tool zum Sparen?

Haushaltsbuch

Das gute alte Haushaltsbuch. Ziemlich old school meint ihr? Da habt ihr nicht ganz unrecht, hat es doch meine Oma schon genutzt. Und doch hilft es auch heute noch jedem der Geld sparen möchte und seine Finanzen in den Griff bekommen will. Aber was ist das Haushaltsbuch denn nun eigentlich ganz genau? Worum geht es und wie kann es mir beim sparen helfen? Auf all die Fragen möchte ich im heutigen Beitrag eingehen.
Ein Haushaltsbuch ist ganz banal gesehen nichts anderes als eine Aufstellung sämtlicher Haushalts- Einnahmen und Ausgaben. Es zeigt dir auf (wenn ordentlich geführt!) wofür du Geld ausgibst und wie du dein Geld einnimmst. Klingt erstmal sehr langweilig, ist es bis dahin vielleicht auch. Aber, es zeigt dir im nächsten Schritt auch Kosten auf die wir gern einmal vergessen – jährliche Versicherungen, Zeitungs Abos die keiner braucht, und so weiter- und somit zeigt es uns ganz schnell auf ob wir über unseren Verhältnissen leben und wo wir noch sparen können.

 

Was kommt nun also ganz genau rein in so ein Haushaltsbuch?

Wie erwähnt gibt es zwei Seiten im Haushaltsbuch.

  1. Die Einnahmen:
    1. Gehalt Hauptberuf
    2. Gehalt Nebenjob
    3. Kindergeld
    4. Zuschüsse
    5. Kapitalerträge (Zinsen, Dividenden, etc.)
    6. Geldschenkungen
  2. Die Ausgaben:
    1. Miete
    2. Nebenkosten (Strom, Wasser, Gas, etc.)
    3. Versicherungen
    4. Lebensmittel
    5. Kosmetik
    6. Kleidung
    7. Essen gehen
    8. etc.

Die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben ergibt deinen (hoffentlich) Überschuss oder sollte es negaitv sein deinen Fehlbetrag. Sollte sich am Ende ein negativer Betrag ergeben ist es höchste Zeit zu handeln und etwas an deinem Lebensstil zu ändern, denn du baust in diesem Fall immer mehr Schulden auf. Aber auch wenn sich ein positiver Betrag ergibt ist es Zeit deine Einnahmen und Ausgaben genau zu analysieren um herauszufinden wo du noch Geld sparen kannst, beziehungsweise wo du eventuell auch deine Einnahmen noch steigern kannst. In anderen Posts möchte ich auf diese Punkte noch separat eingehen um dir verschiedene Möglichkeiten des Sparens aufzuzeigen.

Und wie führt man so ein Haushaltsbuch?

Zu erst einmal gibt es unzählige Möglichkeiten wie du ein Haushaltsbuch aufsetzt. Ganz Klassisch, wie bei Oma, kannst du ein Buch führen in dem du dir selbst alle Einnahmen und Ausgaben täglich genau aufschreibst. Mach es einfach in einem separatem Notizheft welches du dir dafür anlegst, oder wenn du es etwas ausgefeilter und mit Vordrucken als Ausfüllhilfe haben magst gibt es hierzu natürlich auch fertige Haushaltsbücher auf Amazon: Haushaltsbuch

Eine andere Art es zu schreiben, für mich auch um einiges Übersichtlicher wenn es um die spätere Auswertung geht, ist es sich eine Excel Tabelle zu erstellen. Wer Excel also nicht scheut sollte dies unbedingt ausprobieren. Es ist eine einfache Plus Minus Rechnung, eine Excel Tabelle also schnell aufgestellt.

Da wir im Vergleich zu Oma heutzutage alle ein Smartphone haben gibt es natürlich auch zu diesem Thema jede Menge (auch kostenfreie) Apps. Klarer Vorteil hierbei: Ihr habt es immer dabei und könnt eure Kosten direkt eintragen.

Je nachdem in welchem Format ihr euer Haushaltsbuch führen wollt geht es nun mit der Handhabung des Haushaltsbuchs weiter. Entweder ihr setzt euch jedem Abend kurz hin und schreibt alle eure Einnahmen und Ausgaben des Tages zusammen und Kategorisiert sie entsprechend, oder wenn ihr eine App habt könnt ihr dies auch tagsüber machen. Wichtig dabei ist das ihr wirklich alles aufführt und täglich eintragt. Zugegeben eine etwas mühsame Arbeit aber ihr werdet schnell sehen es lohnt sich. Am Ende des Monats solltet ihr dann nochmal einen Kassensturz machen und auch eure Kontoauszüge überprüfen. Wurden Versicherungen abgebucht? hab ich die Miete schon eingetragen? Gab es vielleicht Zinsen oder ähnliche Zahlungseingänge auf dem Konto?

Aber wofür nun der ganze Aufwand und wie kann ich damit Geld sparen?

Wie gesagt, das Haushaltsbuch zeigt euch eure genaue Einnahmen- Ausgaben Situation auf. Es hilft euch zum einen ein Haushaltsbudget zu erstellen und zum anderen werdet ihr auch ganz schnell versteckte Kosten erkennen die man sich leicht sparen kann. Sei es das Jahresabo der Zeitschrift die keiner mehr liest oder der Kaffee auf dem täglichen Weg zur Arbeit. Alles nur kleine Beträge und nicht Wert der Mühe denkt ihr? Aber diese kleinen Beträge summieren sich schnell auf und ergeben am Ende einen großen Geldbetrag für den man schon mal schnell in den Urlaub fahren kann (oder halt langfristig investieren, je nach euren Zielen). Die 1,50 Euro für den Kaffee am morgen ergeben bei 220 Arbeitstagen im Jahr ganze 330 Euro (mindestens der Flug ist damit schonmal bezahlt).

Führt der Finanzesel denn selbst auch ein Haushaltsbuch?

Zugegeben, zur Zeit nicht. Aber ich tue dies alle paar Jahre wieder zur Kontrolle und habe für mich selbst ein sehr gutes System entwickelt welches mir hilft ein Haushaltsbudget aufzustellen und dieses auch genau einzuhalten. Aber zu diesem Thema in einem späteren Beitrag mehr. Ich habe allerdings kürzlich ein altes Haushaltsbuch aus meiner Studienzeit gefunden, eine Zeit wo mir der Umgang mit Geld noch ein Fremdwort war und festgestellt das ich damals allein ziemlich genau so große Ausgaben hatte wie heute mit einer dreiköpfigen Familie. Es bringt also nichts sich nur alles aufzuschreiben, man muss es auch umzusetzen wissen. Und genau darum soll es beim Finanzesel ja gehen – Geld sparen und anlegen lernen- und sich zusammen mit dem Finanzesel weiterentwickeln um seine finanziellen Ziele zu erkennen und umzusetzen.

Soviel zum heutigen Beitrag. Freut euch schon auf den nächsten Post.

Bis dahin, euer Finanzesel